Tennis-Wetten [Strategie]: Gewinn mit Damen-Underdogs

Was können wir aus dem French Open Sieg der Tschechin Barbora Krejcikova 2021 lernen? Daraus entwickeln wir eine super-einfache und super-profitable Tennis-Wetten Strategie, bei der man Gewinn mit Damen-Underdogs macht.

Barbora Kejcikova war bei den French Open 2021 nicht gesetzt. Das heißt, sie war vor dem Turnier nicht unter den 30 besten Spielerinnen der Weltrangliste. Dennoch schaffte sie es das Turnier zu gewinnen.

Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass es bei den French Open eine Überraschungs-Siegerin gibt.

Auch die fünf Jahre zuvor gewann außer Halep 2018 nie die Weltranglistenerste in Paris.

2017 gewann mit Jelena Ostapenko sogar eine weitere Ungesetzte.

Auch die Triumphe von Swiatek (2020) und Barty (2019) hatten wenige auf dem Schirm.

Was schließen wir daraus?

Wenn beim Damen-Tennis schon regelmäßig Spielerinnen aus den Top10 ein Grand Slam Turnier gewinnen, gibt es in den Runden vorher noch viele weitere Überraschungen.

 

Wetten auf Außenseiterinnen beim Damen-Tennis

Ich entschuldige mich, falls jemals eine Frau das hier lesen sollte in aller Form! Ich bin alles andere als ein Sexist und Vater einer Tochter.

Allerdings bin ich auch Analyst und Investor und versuche aus biologischer Sicht eine Tatsache zu erklären, die Experten im Damen-Tennis wissen, aber nicht aussprechen.

Absichtlich sexistische, aber deswegen weniger falsche, These:

Frauen haben starke Leistungsschwankungen aufgrund von Hormonen, Periode, schwächerer Kondition und Nerven. 

Bin ich einfach nur ein Macho-Arschloch oder kann man auf diese Weise die vielen Außenseiter-Siege bei wichtigen Tennis-Turnieren erklären?

Im Endeffekt kannst du von mir halten, was du willst, solange meine Strategie erfolgreich ist.

Bei den French Open 2021 der Damen haben wir ab dem Achtelfinale in 15 Spielen 8 Außenseiterinnen gewinnen sehen.

Bei den French Open der Männer haben wir in den letzten drei Jahren zusammen in 44 Spielen ab dem Achtelfinale nur 6 Außenseiter gewinnen sehen.

Während Wetten auf Außenseiterinnen beim Damen-Tennis im Allgemeinen und bei den French Open im Speziellen sehr profitabel waren, hätte man bei den Herren einen sehr großen Verlust erlitten.

Vergleiche selbst:

Bei den French Open der Damen 2021 gab es ab dem Viertelfinale in 5 von 7 Spielen einen Underdog-Sieg. [siehe Grafik oben bis Linie bei 1] Das heißt: hätte man hier ab dem Viertelfinale immer auf die Siegerin mit der höheren Quote gewettet, hätte man mit 700 Euro Einsatz satt 578 Euro Gewinn gemacht. Ein Yield von +82%.

In den Runden davor setzten sich hingegen verstärkt die Favoritinnen durch.

Hätte man ab dem Achtelfinale bei allen 15 Spielen [2] je 100 Euro auf Außenseiterinnen gesetzt, wäre der Gewinn nur noch bei 470 (+31.33%).

Wenn man relativ willkürlich nur auf die letzten 20 Spiele des Turniers [3] je 100 Euro gesetzt hätte, wäre man dennoch auf einen Gewinn von 170 Euro gekommen (bei insgesamt 2000 Euro Einsatz). Das entspricht immer noch einem guten Yield von 8,50%.

Bei Außenseiter-Wetten ab der Runde der letzten 32 [4], wäre der Gewinn noch 24 Euro gewesen, was allerdings aufgrund der Wettgebühren im Verlust geendet hätte.

Überprüfen wir diese These auf die vorhergegangenen Jahre.

FRENCH OPEN STRATEGIE IM DAMEN-TENNIS 2020

Im Jahr 2020 gab es ab dem Viertelfinal nur 2 von 7 Underdog-Siegen, was bei 700 Euro Einsatz einen Verlust von 260 Euro bedeutet hätte.

Hätte man ab dem Achtelfinale gewettet, wären es 15 Spiele a 100 Euro Einsatz gewesen mit einem Gewinn von 459 Euro (+30% Yield).

Allerdings waren hier die Überraschungen vor allem in der Runde der letzten 32. bzw. 16 Spielerinnen so massiv, dass man aus den letzten 20 Spielen der French Open 2020 mit je 100 Euro Einsatz bei 2000 Euro Gesamteinsatz 1066 Euro Gewinn gemacht hätte, was einem Yield von +53% entspricht.

Hätte man ab dem Sechzehntelfinale [4] auf alle Spiele je 100 Euro auf Außenseiterinnen gesetzt, wäre man bei einem Gewinn von 1279 Euro bei 3100 Euro Einsatz gelandet. Das entspräche einem Yield von +41%.

FRENCH OPEN 2019

Im Jahr 2019 waren die French Open dominiert von Favoritinnen.

Ab dem Viertelfinale hätte man in den letzten 7 Spielen des Turniers allerdings wieder Gewinn gemacht. Bei 100 Euro Einsatz pro Spiel hätte man zwar nur 3 von 7 Wetten gewonnen, aber da die Quote auf Anisimova im Viertelfinale gegen Halep bei 5.20 lag, wäre der Gewinn mit 268 Euro (+38%) wieder gut ausgefallen.

Hätte man auf Alle Spiele ab dem Achtelfinale (ab 2. Juni) 15 Spiele a 100 Euro auf den Underdog gewettet, läge der Verlust bei -107 Euro.

Wetten auf die letzten 20 Spiele hätte dann aber einen glücklichen Gewinn von 179 Euro gegeben, weil dann das Sechzehntel-Final-Spiel von Kenin gegen Serena Williams reingezählt hätte (Quote 4.78). Bei 2000 Euro Einsatz wäre der Gewinn von 179 Euro damit bei soliden +8.95% Yield gewesen.

Hätte man ab dem 16.-Finale (Runde der letzten 32) auf die Spielerin mit der höheren Quote gewettet, läge man bei einem Gewinn von nur 4 Euro. Abzüglich der 5% Wettgebühren auf Gewinne, wäre man im Minus gelandet.

FRENCH OPEN 2018

Die French Open 2018 hätten uns viel Geld mit der Underdog-Strategie auf Damen-Tennis gekostet.

  1. Hier gab es in den letzten 7 Spielen nur einen „Außenseiter-Sieg“ der späteren Siegerin Simone Halep. -502 Euro (-71% Yield)
  2. Auch in der Runde der letzten 16 kam es nur zu zwei Underdog-Siegen. -641 Euro (-49% Yield)
  3. Die Runde der letzten 32 wäre hier noch am lukrativsten gewesen mit 6 von 16 Underdog-Siegen: Gesamt aber -564 Euro (-28% Yield)

FRENCH OPEN 2017

Machen wir die fünf Jahre voll und schauen uns die Damen-Tennis-Wett-Strategie bei den French Open 2017 an.

2017 war wieder ein Underdog-Turnier. Vor allem mit der Ungesetzten Ostapenko hätte man ab dem Viertelfinale einen schönen Profit machen können.

  1. Ab dem  Viertelfinale hätte man mit je 100 Euro auf Außenseiterinnen 302 Euro Gewinn gemacht (+43% Yield.)
  2. Ab dem Achtelfinale hätte man in 15 Spielen immerhin 181 Euro Gewinn gemacht (+12% Yield)
  3. In den letzten 20 Spielen wäre man genau auf 200 Euro Gewinn gekommen (+10% Yield)
  4. Mangels Überraschungen, wäre man auf die Spiele ab der Runde der letzten 32 auf -496 Euro gekommen bei 3100 Euro Einsatz.

Wenn wir jetzt nach 5 Jahren aufhören würden, wäre uns die größte Überraschung aller Zeiten entgangen.

Im Jahr 2016…

French Open 2016: Der Pironkova-Effekt vs. Radwanska

  1. In den letzten 7 Spielen ab dem Viertelfinale hätte man noch -211 Euro Verlust gemacht.
  2. Doch im Achtelfinale gab es die Sensation mit dem Sieg von Pironkova [Quote 24] gegen Radwanska. Allein so ein einziger Überraschungssieg kann ein ganzes Turnier profitabel machen. Und dafür sorgen, dass so eine Außenseiter-Strategie über Jahre hinweg profitabel sein kann. Insgesamt sorgten diese und weitere Underdog-Siege für 2782 Euro Gewinn mit nur 1500 Euro Einsatz. Ein wahnsinniger Yield von +185%.
  3. Die letzten 20 Spiele wären immer noch ein Gewinn von 2382 Euro gewesen.
  4. Ab dem Sechzehntelfinale wäre man auf einen Gewinn von 2481 Euro gekommen.

French Open 2015

Das Jahr 2015 war ein Favoriten-Turnier. Das letzte Mal, dass Dominatorin Serena Williams in Paris gewann.

Der Verlust wäre im Viertelfinale (-508), Achtelfinale (-525), Letzte 20 (-567) und Sechzehntelfinale (-1033) massiv gewesen. Am lukrativsten wäre noch die Außenseiter-Wetten ab den letzten 20 Spielen gewesen

Auch 2014 und 2013 hätte man mit der Außenseiter-Strategie noch sehr viel Verlust gemacht.

Aktuelles Video aus unserem YouTube-Kanal "Wett-Tipps heute & morgen"

2012 wäre man ab dem Achtelfinale profitabel gewesen.

Underdog-Strategie bei den French Open [letzte 10 Jahre]

Wir sehen deutlich, dass seit dem letzten French Open Sieg von Serena Williams die Underdog-Siege bei den French Open sehr profitabel gewesen wären.

Bis auf die Ausnahme im Jahr 2018 hätte man mit Außenseiter-Wetten ab den letzten 20 Spielen immer Gewinn gemacht.

Da die letzten 20 Spiele sehr willkürlich gelegt sind, macht es mehr Sinn ab dem Achtelfinale auf Außenseiter-Siege zu setzen.

Mit Wetten auf Underdogs ab dem Achtelfinale hätte man seit 2016 einen Yield von +33,91% erzielt.

Bei einem Einsatz von 100 Euro pro Wette wäre das ein Reingewinn von 3052 Euro bei 9000 Euro Einsatz.

Nur im Ausreißer-Jahr 2018 hätte man einen deutlichen Verlust hinnehmen müssen. 2019 wäre man leicht im Minus gewesen, hätte das aber vor allem in den letzten beiden Jahren 2020 und 2021 locker wieder aufgeholt.

Ein wichtiger Punkt ist auch noch, dass die Wettquoten alles Durchschnitts-Werte sind. Hätte man alle Wetten beim Wettanbieter mit der besten Quote abgeschlossen, wäre der Gewinn noch 5-10% höher.

FAZIT ZUR UNDERDOG-STRATEGIE BEIM DAMEN-TENNIS

Was bei den French Open funktioniert kann (muss aber nicht) auch bei allen anderen Damen-Tennis-Turnieren gelten.

Die Frage ist: Haben Außenseiterinnen vor allem auf Sand bessere Chancen?

Man könnte das mit der Geschwindigkeit des Belages erklären. Rasen, Halle und Hartplatz sind wesentlich schnellere Beläge als Sand.

These: Auf dem langsamen Sand können sehr gute Spielerinnen ihren Vorteil nicht so stark ausspielen wie auf auf anderen Belägen.

 

WIMBLEDON

Wir überprüfen diese These, in dem wir diese Untersuchung auch auf Rasen bei den letzten Wimbledon-Turnieren durchführen.

Wegen Corona fand 2020 kein Wimbledon-Turnier der Damen statt.

In den Jahren zuvor zeigten sich nur 2019 durchgehend Überraschungen.

2018 hätte man nur Gewinn gemacht, wenn man die Sechzehntelfinale gespielt hätte.

2017 war ein Jahr der Favoriten und 2016 wäre es ab dem Achtelfinale und ab den letzten 20 profitabel gewesen.

In der Summe alles recht zufällig und aufgrund der geringen Zahlen nicht aussagekräftig.

Hier müssen wir noch weitere Rasen-Turniere untersuchen.

 

WIMBLEDON 2019

2019 wären wir mit der Underdog-Strategie aber wieder sehr erfolgreich gewesen.

Ab dem Achtelfinale hätte es einen Rekord-Gewinn von 981 Euro gegeben. Auch dank der sehr hohen Quoten von Riske (6.47) und Muchova (5.78).

Auch ab den letzten 20 Spielen wäre mit 827 Euro noch profitabel gewesen.

Wimbledon 2018

Wimbledon 2018 war ab dem Achtelfinale kein Underdog-Fest. Hier hätte man aber dank vieler Überraschungen im Sechzehntelfinale ab da trotzdem 622 Euro Gewinn gemacht, während man ab dem Achtelfinale einen Verlust von -560 Euro gehabt hätte.

Deswegen macht es Sinn alle Turniere immer getrennt nach Runden zu untersuchen.

These: In Runde XY gibt es die meisten Außenseiter-Siege, weil….

WIMBLEDON 2017

Wimbledon 2017 hätte uns viel Geld gekostet. Ab dem Viertelfinal kamen erst ein paar Überraschungen, aber ab dem Achtelfinale hätte man -594 Euro Verlust gemacht.

Ab dem Sechzehntelfinale sogar -1954 Euro.

So dass man davon ausgehen kann, dass der Underdog-Trend in Wimbledon 2019 entweder eine Ausnahme war. Oder der Beginn einer neuen Underdog-Ära, die sich auch im Corona-Jahr 2021 fortsetzen wird.

US Open 2020

Auch die US Open 2020 zeigten keinen Underdog-Trend.

Im gegenteil. Hier hätte man -336 Euro ab dem Achtelfinale und sogar -1717 Euro seit dem Sechzehntelfinale verloren.

Deswegen betrachten wir ab jetzt nur noch die Spiele ab dem Achtelfinale.

US OPEN 2019

Auch hier wären wir ab dem Achtelfinale mit -41 Euro rausgegangen, während eine Underdog-Strategie ab dem Viertelfinale sogar mit -362 Euro noch mehr gekostet hätte.

Die US Open sind also anscheinend kein Underdog-Revier.

Daraus schließe ich, dass der schnelle Hartplatz den Favoritinnen extrem in die Karten spielt.

Zwar ist auch Rasen in Wimbledon ein schneller Belag, doch hier scheint es zumindest 2019 viele Überraschungen zu geben, weil Rasen für alle Spielerinnen der ungewohnteste Belag ist.

Also konzentrieren wir uns auf Sandplatz und Rasen.

UNDERDOG-STRATEGIE BEIM DAMEN-TENNIS

Damen-Tennis-Turniere sind jede Woche. Die Achtelfinal-Spiele beginnen meist am Donnerstag.

  1. Wir schauen am Mittwoch Abend bei Sofascore, welche Damen-Tennisturniere auf Rasen oder Sand gerade sind.
  2. Wir setzen immer auf die Außenseiterinnen mit der höheren Quote.
  3. Die Viertelfinal-Spiele sind meistens Donnerstag oder Freitags.
  4. Halbfinale meistens Samstag
  5. Finale Sonntags.

Hier eine Liste der wichtigsten WTA-Damen-Tennis-Turniere 2021

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